Erfahrener Züchter-neuer Züchter: Leny Haytema und Jildau Hart

Leny Haytema en Jildau Hart (Foto: Wilma Reijenga)

In der Serie ‚Erfahrener Züchter-neuer Züchter‘ war in der Phryso vom Mai ein Gespräch zwischen Leny Haytema und Jildau Hart zu lesen. Die Beiden lernten sich über den von Leny gezüchteten Michiel fan Iepene Hikke (Aan 416) kennen, der 2015 als dreijähriger Hengst durch Jildau gekauft wurde. Jildau konnte mit all ihren Fragen zu Friesenpferden zu Leny, inzwischen ihre Freundin, kommen.

Wunsch

Leny hat in ihrer Jugend viele Friesenpferde ausgebildet und geritten, zum Beispiel für Züchter wie Johannes Dijkstra und Pieter Haytema. Im Jahr 2005 hat sie ihren Betrieb ‚Leny’s Friese paarden‘ begonnen und hat Friesenpferde in die ganze Welt vermittelt. Unter dem Namen ‚Fan de Iepene Hikke‘ hat Leny auch als Züchterin ihre Sterprädikate verdient, mit der Körung ihres selbst gezogenen Wibout 511 (Thorben 466) im Jahr 2019 als Höhepunkt. Z-Dressurreiterin Jildau ritt immer KWPN-er, aber ihr großer Wunsch war ein Friesenhengst, den sie in Michiel fan de Iepene Hikke gefunden hat.

Gönnen

2017 äußerte Jildau, dass sie gern eine gute Zuchtstute dazu hätte, aber die wären rar und teuer. Damals hat Leny ihr zu einem mäßigen Preis die siebzehnjährige Anneke v/d Roazebosk Ster Preferent AAA (Gradus 356) gegönnt. „Ich wusste, dass sie bei Jildau ein gutes Zuhause bekommen würde, und dass Jildau auf diese Weise einen guten Start in die Zucht machen konnte mit einer Stute mit bewiesenen Qualitäten, die auch noch hochtragend von Alke 468 war.“ Jildau: „Leny gönnte es uns, und vielleicht muss es für den Erhalt des Friesenpferdes auch öfter so sein. Anders ist es für junge Menschen nicht zu bezahlen.“

Verwandtschaft

Es sagte Leny damals noch nichts, dass Anneke von einem niedrig verwandten Hengst (Alke 468) tragend war, Leny hingegen umso mehr. „Für mich ist niedrige Verwandtschaft sehr wichtig, wichtiger als die Zuchtwerttabellen; es geht um die Gesundheit der Friesenrasse. Leider wird immer noch viel auf niedrig verwandte Hengste herabgeschaut. Jeder fliegt auf Norbert 444 und Beart 411.“

Fragt!

Leny muss nicht lange über die Frage von Jildau nachdenken, wie sie es gefunden hat, sie mit der Zucht vertraut zu machen. „Das muss ein kleines Fest sein, und das war es. Ich würde es wieder so machen.“ Sie rät jungen Menschen, die in die Zucht wollen, zu Zuchtschauen zu gehen. „Versuchen Sie, dort mit Züchtern in Kontakt zu kommen, die da ein Pferd vorstellen. Wagen Sie es, sie an der Jacke zu ziehen, und stellen Sie Fragen. Diese Züchter sind mit ihrer Passion beschäftigt und wollen gern davon erzählen.“