Veterinärkontrolle bei der zweiten Besichtigung; was wird eigentlich untersucht?

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Sie wurde mehrmals von Piet Bergsma, dem Vorsitzenden der Hengstauswahlkommission, bei der zweiten Besichtigung in Harich am vergangenen Wochenende erwähnt: die tierärztliche Untersuchung. Als die Junghengste zu den Vorführtagen angewiesen wurden, mussten sie zunächst dem zur Veterinärkontrolle anwesenden Tierarzt einen Besuch abstatten.

Klinische Untersuchung

Die zuständige Tierärztin ist Astrid Bos, die alltags in der Dierenkliniek Emmeloord arbeitet. Sie untersucht die Hengste im KFPS seit etwa acht Jahren nach der zweiten Besichtigung, nach Anlieferung zur Hengstleistungsprüfung, und wenn ein Hengst zwischenzeitlich bei der Hengstleistungsprüfung an- oder abgemeldet wird. Sie ist auch während der Vorführtage und der Zwischenbeurteilungen anwesend. Doch was genau wird nach der zweiten Besichtigung begutachtet? „Grundsätzlich machen wir eine klinische Untersuchung“, sagt Astrid. „Wir untersuchen Herz und Lunge des Pferdes, Augen und Maul sowie Beine und Rücken. Außerdem wird das Pferd im Schritt und Trab auf der Volte und der geraden Linie kontrolliert.“ Dies geschieht auf hartem Untergrund und nicht auf Sand wie bei der Körungsbahn, damit auch kleinste Bewegungsabweichungen erkannt werden können. Wenn hier keine weiteren Hinweise oder Bemerkungen vorliegen, kontrolliert ein Hufschmied die Hufe und Sohlen der Hengste.

Dopingkontrolle

Im vergangenen Jahr gab es bei der ersten Besichtigung auch eine tierärztliche Untersuchung  inklusive Dopingkontrolle. Das Blut einiger Hengste wurde stichprobenartig auf verbotene Substanzen untersucht. Die Herren waren alle makellos sauber.

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